weber.tec 944 ist ein schnellabbindendes, wasserreaktives und feuchtigkeitshärtendes 1-Komponenten-Injektionsharz auf Polyurethanbasis zur Abdichtung von Hohlräumen, Rissen und Poren in Beton und Mauerwerk. Das lösemittelfreie PU-Harz reagiert mit vorhandener Feuchtigkeit und kann dabei bis auf das Zehnfache seines Ausgangsvolumens expandieren. Dadurch eignet es sich besonders für durchfeuchtete und nasse Bauteile, bei denen wasserführende Risse und Hohlräume durch Injektion geschlossen werden sollen. Das Material ist wasserundurchlässig und beständig gegen Seewasser, Salze, Benzin und Öle. Die offizielle Hersteller-Farbbezeichnung lautet Grau-Gelb. Geliefert wird weber.tec 944 im 5-kg-Eimer.
weber.tec 944 richtet sich an Bautenschutzbetriebe, Betoninstandsetzer, Abdichtungsfachunternehmen, Tiefbauer und Sanierungsbetriebe, die feuchte oder wasserführende Risse, Poren und Hohlräume in Beton- und Mauerwerkskonstruktionen abdichten müssen. Das Produkt eignet sich insbesondere für professionelle Injektionsarbeiten in wasserbelasteten Bestands- und Neubaukonstruktionen.
Das wasserreaktive PU-Injektionsharz wird zur Abdichtung von Hohlräumen und Rissen in mineralischen Bauteilen eingesetzt:
weber.tec 944 kombiniert eine schnelle Feuchtigkeitsreaktion mit einer starken Volumenvergrößerung. Beim Kontakt mit vorhandener Feuchtigkeit kann das Harz bis zum Zehnfachen seines ursprünglichen Volumens expandieren und dadurch Risse, Hohlräume und Poren ausfüllen. Nach dem Aushärten entsteht eine wasserundurchlässige Abdichtung. Das Harz ist zudem gegenüber Seewasser, Salzen, Benzin und Ölen beständig und eignet sich daher auch für technisch anspruchsvolle Bauwerke wie Kläranlagen, Wasserbehälter und Kaimauern.
Wichtig: weber.tec 944 dient der Abdichtung und nicht der kraftschlüssigen Verbindung gerissener Bauteile. Für kraftschlüssige Rissverbindungen empfiehlt Weber ein geeignetes Epoxidharzsystem wie weber.tec 945. Das Produkt ist ebenfalls nicht als nachträgliche Horizontalsperre gegen kapillar aufsteigende Mauerfeuchte vorgesehen; hierfür sind geeignete Systeme wie weber.tec 946 einzusetzen.
Die zu injizierenden Bereiche müssen Feuchtigkeit enthalten; falls erforderlich, sind sie ausreichend vorzunässen. Gleichzeitig müssen die Flächen frei von Staub, Öl, Fett und anderen haftungs- oder reaktionsstörenden Stoffen sein. Der Rissbereich wird V-förmig aufgeweitet und beidseitig des Risses auf einer Breite von ungefähr 3 bis 4 cm mit Stahlbürste oder Schleifscheibe gereinigt. Anschließend empfiehlt Weber, den Riss mit ölfreier Druckluft auszublasen.
Abhängig von Risstiefe und Feuchteandrang werden in Abständen von ungefähr 15 bis 30 cm Bohrlöcher hergestellt und geeignete hochdruckfeste Schraub- oder Schlagpacker eingesetzt. Vor Beginn der Injektion werden offene Rissbereiche beispielsweise mit einem geeigneten Epoxidharzmörtel oder einem schnell abbindenden mineralischen Reparaturmörtel verdämmt. Die Verdämmung muss vollständig ausgehärtet sein, bevor mit der Verpressung begonnen wird.
weber.tec 944 wird mit einem geeigneten Injektionsgerät über die vorbereiteten Packer in den Riss eingebracht. Der Hersteller nennt – abhängig von Gerät, Konstruktion, Risstiefe und Bauteilsituation – einen Injektionsdruck von etwa 10 bis 200 bar. Bei konstantem Druck wird nacheinander von Packer zu Packer injiziert, bis der vorgesehene Rissbereich vollständig behandelt ist.
Spätestens etwa eine Stunde nach Abschluss der Injektionsarbeiten müssen alle materialführenden Geräte- und Pumpenteile mit weber.sys 992 gereinigt werden, bevor das Harz darin aushärtet.
Bei Injektionsarbeiten im Wasserbereich sieht Weber den Einsatz des Reaktionsbeschleunigers weber.tec 944 S vor. Dieser wird je nach Anwendungsbedingungen in einer Menge von ca. 0,5 bis 5 % dem Injektionsharz zugesetzt. Das beschleunigte Material muss unmittelbar verarbeitet werden. Die tatsächliche Reaktionsgeschwindigkeit hängt insbesondere von Wassermenge und Temperatur ab.
Weber gibt für weber.tec 944 einen Richtverbrauch von ca. 0,2 kg je dm³ zu füllendem Hohlraum an. Der tatsächliche Verbrauch hängt stark von Rissbreite, Risstiefe, Porenvolumen, Bauteilstruktur und der Expansion des Harzes bei Feuchtigkeitskontakt ab.
Hier finden Sie die wichtigsten technischen und verarbeitungsrelevanten Daten von weber.tec 944 auf einen Blick:
| Produkttyp | 1-Komponenten PU-Injektionsharz zur Riss- und Hohlraumabdichtung |
| Zusammensetzung | Wasserreaktives Polyurethanharz |
| Farbe | Grau-Gelb |
| Gebinde / Nettoinhalt | 5 kg Eimer |
| EAN | 4011361157216 |
| Konsistenz | Flüssig |
| Dichte | 1,02 g/cm³ |
| Expansion | Bis zum 10-fachen des Ausgangsvolumens |
| Aushärtezeit | Ca. 48 Stunden |
| Verarbeitungstemperatur | Über 10 °C |
| Temperaturbeständigkeit | Ca. +70 °C bis +80 °C |
| Flammpunkt | Ca. 200 °C |
| Injektionsdruck | Ca. 10–200 bar, abhängig von Gerät und Konstruktion |
| Packerabstand | Ca. 15–30 cm, abhängig von Risstiefe und Feuchteandrang |
| Verbrauch | Ca. 0,2 kg/dm³ Füllraum |
| Beschleuniger im Wasserbereich | weber.tec 944 S, Zugabemenge ca. 0,5–5 % |
| Werkzeugreinigung | weber.sys 992, spätestens ca. 1 Stunde nach Arbeitsende |
| Geeignete Untergründe | Beton, Estrich, Mauerwerk; Injektionsbereich muss Feuchtigkeit enthalten |
| Lagerfähigkeit | Mindestens 6 Monate, trocken und frostfrei im ungeöffneten Originalgebinde |
| Verpackungseinheit | 5 kg Eimer / 45 Eimer je Palette |
| Wichtige Einsatzgrenzen | Nicht für kraftschlüssige Rissverbindungen und nicht als Horizontalsperre gegen kapillar aufsteigende Mauerfeuchte |
Bei der Verarbeitung von weber.tec 944 sind geeignete Schutzhandschuhe und Schutzbrille zu tragen. Vor der Anwendung ist das aktuelle Sicherheitsdatenblatt des Herstellers zu beachten. Das Produkt ist ausschließlich entsprechend den technischen Vorgaben und für den vorgesehenen professionellen Einsatz zu verwenden.