Tritt Wasser punktuell durch eine Fuge, einen Riss oder einen Anschluss im Keller ein, muss zuerst geklärt werden, woher die Feuchtigkeit kommt und ob die Schadstelle für eine mineralische Stopfung geeignet ist. weber.tec 935 Stopfmörtel ist für Fugen, Risse, Anschlüsse und Fehlstellen vorgesehen, die während oder nach der Verarbeitung unter Wasserdruck stehen. Eine punktuelle Stopfung ersetzt jedoch weder die Ursachenanalyse noch eine gegebenenfalls erforderliche Flächenabdichtung.
Kurz gesagt: weber.tec 935 kann eine klar lokalisierte Wassereinbruchstelle schnell verschließen. Für ein belastbares Ergebnis müssen Untergrund, Riss- oder Fugengeometrie und die anschließende Abdichtung zum tatsächlichen Schadensbild passen.
| Technischer Wert | Herstellerangabe |
|---|---|
| Verarbeitungstemperatur | 5–30 °C |
| Verarbeitungszeit | ca. 6 Minuten |
| Durchtrocknungszeit | ca. 20–30 Minuten |
| Richtverbrauch | ca. 2,0 kg je dm³ Füllraum |
| Gebinde | 10-kg-Eimer |
Nicht jede feuchte Kellerwand ist automatisch ein Anwendungsfall für Stopfmörtel. Ein punktueller Wasseraustritt aus einer klar erkennbaren Fuge oder Fehlstelle unterscheidet sich grundlegend von aufsteigender Feuchtigkeit, Kondenswasser, einem Leitungsdefekt oder einer großflächig geschädigten Bauwerksabdichtung. Eine erste Orientierung bietet der Ratgeber Wasserflecken an der Wand: Ursachen erkennen und richtig handeln.
| Beobachtung | Mögliche Ursache | Sinnvoller nächster Schritt |
|---|---|---|
| Wasser tritt klar aus einer Fuge, einem Anschluss oder einer Fehlstelle aus | Lokale wasserführende Schadstelle | Eignung von weber.tec 935 und des Folgeaufbaus prüfen |
| Eine größere Wandfläche wird nach Regen stärker feucht | Seitlich eindringende Feuchtigkeit oder defekte Außenabdichtung | Abdichtungskonzept für die gesamte Fläche fachlich prüfen |
| Feuchtigkeit beginnt bodennah und steigt im Mauerwerk auf | Mögliche aufsteigende Feuchtigkeit | Horizontalsperre prüfen; nicht allein mit Stopfmörtel behandeln |
| Der Fleck tritt plötzlich nahe einer Leitung auf | Möglicher Leitungswasserschaden | Leckortung und Reparatur vor jeder Oberflächenbehandlung |
| Feuchte Ecke vor allem im Winter, ohne Bezug zu Regen | Kondensation oder Wärmebrücke | Raumklima und Bauteiltemperatur prüfen |
Nach Herstellerangaben eignet sich der hydraulisch abbindende, chloridfreie Stopfmörtel zum Abdichten von Fugen, Rissen und Anschlüssen, die unter Wasserdruck stehen. Durch die schnelle Aushärtung können lokale Wassereinbruchstellen in Beton, Estrich und mineralischem Mauerwerk verschlossen werden. Darüber hinaus kann das Produkt als Untergrundegalisierspachtel oder als Verdämmmörtel bei Injektionsarbeiten eingesetzt werden.
Das Hauptprodukt dieses Ratgebers finden Sie hier: weber.tec 935 10 kg ansehen
weber.tec 935 ist kein pauschaler Ersatz für eine vollständige Keller- oder Bauwerksabdichtung. Wird nur die sichtbare Austrittsstelle geschlossen, obwohl Wasser über weitere Wege in das Bauteil gelangt, kann die Feuchtigkeit an anderer Stelle wieder auftreten.
In der Weber-Systemlösung zum Stoppen von Wassereinbrüchen wird zunächst ein sauberer, tragfähiger und bei trockenen Flächen mattfeucht vorgenässter Untergrund hergestellt. Für eine vollflächige Egalisierung kann anschließend weber.tec 933 Hohlkehlen- und Egalisierspachtel eingesetzt werden. Die eigentliche wasserführende Fuge oder Fehlstelle wird danach mit weber.tec 935 bearbeitet.
1. Untergrund vorbereiten
Lose Bestandteile, Staub, Beschichtungsreste und haftungsmindernde Verunreinigungen vollständig entfernen.
2. Fläche egalisieren
Je nach Befund und Systemaufbau Unebenheiten mit einem geeigneten mineralischen Egalisierspachtel wie weber.tec 933 ausgleichen.
3. Wasserweg stoppen
Die vorbereitete wasserführende Schadstelle mit weber.tec 935 dicht ausarbeiten und angrenzende Bereiche gegen Hinterläufigkeit schließen.
Eine ausführliche Anleitung zur Hohlkehle und Untergrundvorbereitung finden Sie im Keuck-Ratgeber weber.tec 933 richtig verarbeiten.
Die folgenden Schritte fassen die aktuelle Herstellerinformation zusammen. Maßgeblich sind immer das aktuelle technische Merkblatt, das Sicherheitsdatenblatt, der konkrete Untergrund und das geplante Abdichtungssystem.
Der Hersteller nennt einen Richtverbrauch von etwa 2,0 kg je dm³ Füllraum. Für eine überschlägige Berechnung wird zuerst das Volumen der vorbereiteten Fuge oder Fehlstelle ermittelt.
Beispiel: Beträgt der gesamte Füllraum ungefähr 0,25 dm³, ergibt sich ein rechnerischer Bedarf von rund 0,5 kg. Unebenheiten, Materialverluste und die tatsächliche Geometrie können den Bedarf erhöhen. Die Berechnung dient daher nur der Projektvorbereitung.
Das Verschließen der akuten Austrittsstelle ist häufig nur ein Arbeitsschritt innerhalb einer umfassenderen Sanierung. Welche weiteren Materialien erforderlich sind, hängt unter anderem von Wassereinwirkung, Untergrund, Salzbelastung, Wandaufbau und dem vorgesehenen Abdichtungssystem ab.
Bei geeigneten mineralischen Untergründen kann weber.tec 934 Wassersperrputz Bestandteil eines abgestimmten Sanierungs- oder Abdichtungsaufbaus sein. Die Anwendung und Schichtdicke müssen zum gewählten System passen. Weitere Hinweise bietet der Ratgeber weber.tec 934 richtig verarbeiten.
Ist eine vollflächige Abdichtung erforderlich, kann je nach baulichem Fall und Herstellerfreigabe eine Reaktivabdichtung wie weber.tec Superflex D 24 infrage kommen. Eine pauschale Produktkombination ohne Prüfung des Systemaufbaus ist nicht empfehlenswert.
Steigt die Feuchtigkeit aus dem Erdreich kapillar im Mauerwerk nach oben, ist weber.tec 935 nicht die alleinige Lösung. Bei geeigneten Konstruktionen kann eine nachträgliche Horizontalsperre mit weber.tec 946 Injektionscreme geprüft werden. Details zu Bohrlochabstand und Anwendung finden Sie im Ratgeber zur weber.tec 946 Horizontalsperre.
Hauptprodukt für geeignete lokale Fugen, Risse, Anschlüsse und Wassereinbruchstellen unter Wasserdruck.
Produkt ansehenDirekt verwandtes Systemprodukt zur Hohlkehlenbildung, Ausbesserung und Egalisierung geeigneter mineralischer Flächen.
Produkt ansehenMöglicher Bestandteil eines abgestimmten Folgeaufbaus auf geeigneten mineralischen Untergründen.
Produkt ansehenAlternative Lösungsrichtung bei fachlich bestätigter aufsteigender Feuchtigkeit und geeigneter Mauerwerkskonstruktion.
Produkt ansehen| Fehler | Warum problematisch? | Besser |
|---|---|---|
| Ursache nicht prüfen | Die sichtbare Stelle kann nur der Austrittspunkt eines größeren Problems sein. | Feuchtequelle und Wasserweg zuerst eingrenzen. |
| Untergrund nicht reinigen | Staub und lose Bestandteile beeinträchtigen den Verbund. | Bis auf einen sauberen, tragfähigen Untergrund vorbereiten. |
| Zu große Menge anmischen | Die Verarbeitungszeit ist mit etwa sechs Minuten sehr kurz. | Nur die unmittelbar benötigte Teilmenge anmischen. |
| Riss oder Fuge nicht vorbereiten | Eine ungeeignete Geometrie erschwert die dichte Stopfung. | Vorgaben zur Fugentiefe und -breite berücksichtigen. |
| Punktreparatur als Gesamtabdichtung betrachten | Wasser kann andere Wege durch das Bauteil finden. | Erforderliche Folgeabdichtung als System planen. |
| Produkte beliebig mischen | Nicht jede Kombination ist technisch freigegeben. | Herstellerunterlagen und konkreten Systemaufbau beachten. |
Eine professionelle Untersuchung ist besonders sinnvoll oder erforderlich bei:
Das aktuelle technische Merkblatt nennt eine Verarbeitungszeit von ungefähr sechs Minuten. Deshalb sollten nur kleine, unmittelbar benötigte Teilmengen angemischt und alle Werkzeuge sowie die Schadstelle vorher vorbereitet werden.
Ja, der Hersteller sieht das Produkt für Fugen, Risse, Anschlüsse und lokale Fehlstellen vor, die während oder nach der Verarbeitung unter Wasserdruck stehen. Ob ein konkreter Riss mineralisch gestopft werden kann oder ein anderes Verfahren benötigt, hängt von Rissart, Bewegung und Bauteil ab.
Laut Hersteller soll die Fugentiefe möglichst das Drei- bis Vierfache der Breite betragen. Zu schmale oder zu flache Schadstellen müssen entsprechend vorbereitet werden, sofern dies am Bauteil fachlich zulässig ist.
Als Richtwert nennt Weber ungefähr 2,0 kg pro dm³ Füllraum. Der tatsächliche Bedarf hängt von Geometrie, Untergrund und Materialverlusten ab.
Nein. Das Produkt dient dem Verschließen geeigneter lokaler Wassereinbruchstellen. Eine erforderliche Flächen-, Außen- oder Innenabdichtung muss abhängig von Ursache und Bauteil separat geplant werden.
weber.tec 933 ist ein Hohlkehlen- und Egalisierspachtel für vorbereitende Abdichtungs- und Sanierungsarbeiten. weber.tec 935 ist ein schnellabbindender Stopfmörtel für geeignete wasserführende Fugen, Risse und Fehlstellen. In einem passenden Aufbau können beide unterschiedliche Aufgaben übernehmen.
weber.tec 946 gehört zur Lösungsrichtung „nachträgliche Horizontalsperre“ bei bestätigter aufsteigender Feuchtigkeit. weber.tec 935 dient dagegen dem Stopfen lokaler wasserführender Schadstellen. Die Produkte lösen daher unterschiedliche Feuchteprobleme.
weber.tec 935 ist eine gezielte Lösung für geeignete lokale Fugen, Risse, Anschlüsse und Wassereinbruchstellen unter Wasserdruck. Entscheidend für den Erfolg sind ein tragfähiger, sauberer und vorgenässter Untergrund, eine passend vorbereitete Schadstelle, die zügige Verarbeitung und ein technisch abgestimmter Folgeaufbau.
Liegt statt einer lokalen Eintrittsstelle eine großflächige Durchfeuchtung, ein Leitungsdefekt oder aufsteigende Feuchtigkeit vor, muss eine andere Sanierungsrichtung gewählt werden. So verhindert eine sorgfältige Diagnose, dass lediglich das sichtbare Symptom behandelt wird.
Lokale Wassereinbruchstelle bereits fachlich eingeordnet?
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