Weber Superflex D 24 oder 2K: Welche Abdichtung passt?

Sep 15, 2026
Weber Superflex D 24 oder 2K: Welche Abdichtung passt?

Sie möchten einen Keller abdichten und stehen vor zwei ähnlich aussehenden Gebinden: weber.tec Superflex D 24 mit 24 kg und weber.tec Superflex 2K mit 30 l. Entscheidend sind nicht Deckelfarbe oder Eimergröße, sondern Untergrund, Wasserbeanspruchung und der geplante Aufbau. Dieser Vergleich hilft Ihnen, die Unterschiede einzuordnen und Ihren Materialbedarf nachvollziehbar vorzubereiten.

Quelle: Materialarten und Anwendungsprofile. Weber: Produktseite Superflex D 24 · Weber: Produktseite Superflex 2K

Der Unterschied auf einen Blick

FPD steht für flexible polymermodifizierte Dickbeschichtung, PMBC für kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung. Das sind unterschiedliche Materialfamilien. Die Bezeichnung „2K“ beschreibt zwei Komponenten und ist deshalb kein Alleinstellungsmerkmal von Superflex 2K.

Herstellerwerte zur Orientierung; keine baustellenbezogene Freigabe.
MerkmalSuperflex D 24Superflex 2K
MaterialFPD, bitumenfrei und reaktivPMBC, bitumenbasiert und polystyrolgefüllt
Verglichenes Gebinde24 kg Kombigebinde30 l Gebinde
Verarbeitungszeitca. 45 Minuten¹ca. 1–2 Stunden²
Verarbeitungstemperatur+1 bis +30 °C, Luft und Bauteil+1 bis +35 °C, Luft und Bauteil
Regenfestigkeitca. 1,5 Stunden bei 4 mm Schicht¹ca. 3–4 Stunden²; Wertetabelle: ca. 3 Stunden
Durchtrocknungca. 2,5 Stunden¹; laut Merkblatt witterungsunabhängig innerhalb 24 Stundenca. 2–3 Tage²

¹ D 24: +23 °C und 50 % relative Luftfeuchtigkeit; Zeitangaben ohne Zugluft beachten. ² Superflex 2K: allgemeine Eigenschaftsangaben bei +20 °C und 70 % relativer Luftfeuchtigkeit ohne Zugluft. Die Produkte wurden hier nicht unter identischen Bedingungen geprüft. Regenfest bedeutet nicht automatisch durchgetrocknet oder bereit zum Verfüllen.

Quelle: Merkblätter, jeweils technische Werte und allgemeine Hinweise. Technisches Merkblatt D 24 · Stand 21.07.2026 · Technisches Merkblatt 2K · Stand 28.07.2026


Originale Produktfotos: D 24 wird hier mit 24 kg, Superflex 2K mit 30 l angeboten. Die Einheiten sind nicht direkt vergleichbar.

Ein Kilogrammwert ist eine Masse, ein Literwert ein Volumen. Vergleichen Sie deshalb weder den Gebindeinhalt noch einen Preis je kg mit einem Preis je l direkt. Aussagekräftig wird die Planung erst über die erforderliche Fläche, den dokumentierten Verbrauch und die passende Schichtdicke.

Welche Abdichtung passt zu Ihrem Vorhaben?

Kellerwand im Erdreich: beide Systeme prüfen

Für erdberührte Kellerbauteile kommen beide Produkte grundsätzlich in den vom Hersteller beschriebenen Anwendungen infrage. Lassen Sie zuerst klären, welche Wassereinwirkung am konkreten Bauwerk anzusetzen ist. „Der Keller ist feucht“ reicht als technische Beschreibung nicht. Ebenso wichtig sind Durchdringungen, Fugen und der Anschluss zwischen Wand und Bodenplatte.

Quelle: Planungs- und Anwendungsgrundlagen. Weber: Fachgerechte Kelleraußenabdichtung · Weber: Produktseite Superflex D 24 · Weber: Produktseite Superflex 2K

Sockel, Anschlüsse und enges Zeitfenster: D 24 näher betrachten

D 24 wird ausdrücklich auch für Gebäudesockel und bodentiefe Fenster- beziehungsweise Türanschlüsse beschrieben. Das macht es bei solchen Details zu einem naheliegenden Prüfkandidaten. Ein späterer Putzaufbau ist trotzdem keine beliebige Kombination: Für einen Putzsockel nennt das aktuelle Merkblatt einen vollflächigen Spritzbewurf mit weber.san 951 S auf der durchgetrockneten Abdichtung.

Planen Sie nicht vom Material allein zum fertigen Sockel. Halten Sie geplante Geländehöhe, Fassadenaufbau und Anschlussdetails fest und lassen Sie den gesamten Aufbau abstimmen. Aus der W4-E-Verbrauchszeile für Superflex 2K folgt umgekehrt keine pauschale Freigabe, die Bitumenschicht beliebig sichtbar zu belassen oder direkt zu verputzen.

Quelle: D-24-Sockelaufbau und konstruktive Einordnung. Technisches Merkblatt D 24 · Stand 21.07.2026 · Weber: Sockelabdichtung · 13.11.2025 · Technisches Merkblatt 2K · Stand 28.07.2026

Vorhandene Bitumenabdichtung: kein einfaches Überstreichen

D 24 wird für die Sanierung vorhandener anionischer Bitumenschichten genannt. Vorher müssen Art und Haftung der alten Schicht geprüft werden. Eine schwarze Beschichtung ist nicht automatisch ein geeigneter Bitumenuntergrund. Teer und lose Schichten dürfen nicht einfach überarbeitet werden. Die Weber-Sanierungsanleitung verlangt außerdem gesonderte Vorbereitung am Fußpunkt und Sockel sowie eine Haftprüfung der ausgehärteten Haftbrücke.

Lassen Sie diese Bestandsprüfung fachlich durchführen; bei unbekannten Altbeschichtungen sind eigenständige Lösemitteltests oder stauberzeugende Entfernung keine sinnvolle Abkürzung. Übernehmen Sie die beschriebene D-24-Sanierung nicht ungeprüft auf Superflex 2K.

Quelle: Sanierungsablauf; der Hersteller nennt im verlinkten Aufbau D 24 beziehungsweise Superflex 10, nicht pauschal jedes Superflex-Produkt. Weber: Sanierung alter Bitumenabdichtungen


Redaktionelles Entscheidungsschema, keine technische Ausführungszeichnung: Erst das Bauteil beurteilen, dann das Material wählen.

Quelle: Herstellerinformation zur Normänderung; kein Ersatz für den vollständigen Normtext. Weber: Erweiterung der DIN 18533 um FPD · Juni 2026

Untergrund und Arbeitsschutz vorbereiten

Vor dem Öffnen des Gebindes muss die Fläche vorbereitet sein. Prüfen Sie Festigkeit, Sauberkeit, Ebenheit und Feuchtezustand. Entfernen Sie haftungsmindernde Rückstände und beurteilen Sie offene Fugen, Fehlstellen und scharfe Kanten. Ein Wasserfilm verhindert den sicheren Verbund; eine nasse oder gefrorene Fläche ist kein geeigneter Startpunkt.

Die Merkblätter verlangen bei Vertiefungen und Fugen über 5 mm eine gesonderte Füllspachtelung mit weber.tec 933. Am Boden-Wand-Anschluss sind Hohlkehlen vorgesehen. Für D 24 wird ein Radius von 5 cm genannt; Detailmaße dürfen nicht allein aus einem allgemeinen Blogbild abgeleitet werden. Klären Sie außerdem Rohranschlüsse und Bewegungsfugen, bevor die Flächenbeschichtung beginnt.

Quelle: Untergrundprüfung und produktspezifische Vorbereitung. Weber: Untergrundprüfung und Vorbereitung · Technisches Merkblatt D 24 · Stand 21.07.2026 · Technisches Merkblatt 2K · Stand 28.07.2026

Legen Sie passende Rührtechnik, saubere Werkzeuge, Glätter, Messmittel für die Auftragsdicke und Schutzmaterial bereit. Planen Sie Arbeitsabschnitte so, dass Vorbereitung, Mischen und Beschichten nicht miteinander konkurrieren. Temperatur und Witterung sind am Bauteil zu beurteilen, nicht nur nach einer Wetter-App.

Tragen Sie die nach Sicherheitsdatenblatt geeigneten Schutzhandschuhe, Schutzkleidung und Augenschutz. Vermeiden Sie Staub beim Einfüllen der Pulverkomponente und beachten Sie die dortigen Vorgaben zum Atemschutz. Bei beiden Produkten ist Komponente B unter anderem wegen Hautreizung und schwerer Augenschäden gekennzeichnet; bei Superflex 2K B zusätzlich wegen möglicher Atemwegsreizung. „Lösemittelfrei“ ersetzt keinen Arbeitsschutz.

Quelle: Gefahren und Schutzmaßnahmen: insbesondere Abschnitte 2 und 8; zusätzlich die Datenblätter der A-Komponenten beachten. Sicherheitsdatenblatt D 24 B · Überarbeitung 25.02.2026 · Version 5 · Sicherheitsdatenblatt 2K B · Überarbeitung 26.02.2026 · Version 5 · Sicherheitsdatenblatt D 24 A · Überarbeitung 24.02.2026 · Version 4 · Sicherheitsdatenblatt 2K A · Überarbeitung 30.06.2026 · Version 10

Baugruben, freigelegte Fundamente und Arbeiten an der Gebäudestandsicherheit gehören in eine fachlich gesicherte Planung. Dieser Beitrag beschreibt weder eine sichere Baugrubensicherung noch die statische Zulässigkeit einer Freilegung.

Superflex D 24 verarbeiten

Der folgende Ablauf bezieht sich auf die beschriebene mineralische Fläche. Bestandsabdichtungen und besondere Anschlüsse benötigen den zugehörigen Systemaufbau.

  1. Grundieren. Verwenden Sie weber.prim 900 unverdünnt bis 1:1 nach Raumteilen mit Wasser verdünnt, entsprechend Untergrund und Herstelleranweisung. Lassen Sie die Grundierung trocknen.
  2. Komponenten mischen. A und B werden 1:1 nach Gewicht gemischt. Rühren Sie etwa 2–3 Minuten klumpenfrei; das Merkblatt nennt eine leistungsfähige Bohrmaschine und weber.sys Rührpaddel Nr. 3.
  3. Poren schließen. Führen Sie die vollflächige Kratzspachtelung nach Merkblatt aus. Sie ist Untergrundvorbereitung und muss beim folgenden Auftrag unbeschädigt bleiben.
  4. Abdichtung aufbauen. Tragen Sie mindestens zwei Lagen auf. Die zweite darf die erste nicht beschädigen. Bei W2.1-E und W3-E wird weber.sys 981 in die erste frische Abdichtungslage eingebettet. Bei Altabdichtungssanierung ist die vollflächige Gewebeeinlage gesondert vorgegeben.
  5. Prüfen und schützen. Kontrollieren Sie den Aufbau und die Durchtrocknung. Schutz- oder Dämmplatten und das Verfüllen folgen erst nach ausreichender Abbindung und Durchtrocknung, nicht allein nach Ablauf der Regenfestigkeitszeit.

Quelle: Verarbeitung und Besonderheiten, Merkblattseiten 3–4. Technisches Merkblatt D 24 · Stand 21.07.2026



Vereinfachtes D-24-Ablaufschema für den beschriebenen mineralischen Untergrund. Maßgeblich bleiben Merkblatt und Detailplanung.

Superflex 2K verarbeiten

Verwenden Sie für dieses Produkt den eigenen Ablauf. Grundierung, Rührtechnik und Zeitfenster sind nicht mit D 24 gleichzusetzen.

  1. Passend grundieren. Für den regulären Aufbau nennt das Merkblatt weber.tec 901, 1:10 mit Wasser verdünnt. Bei Porenbeton und sandenden Untergründen ist weber.prim 900 vorgesehen.
  2. Vollständige Komponenten anmischen. Die Komponenten sind aufeinander abgestimmt. Geben Sie die Pulverkomponente gleichmäßig zur Flüssigkomponente und mischen Sie mindestens 3 Minuten, einschließlich der Gebindeecken. Genannt werden mindestens 600 U/min und weber.sys Rührpaddel Nr. 4.
  3. Kratzspachtelung ausführen. Schließen Sie Poren und kleinere Unebenheiten mit dem dafür vorgesehenen Materialauftrag. Rechnen Sie dessen Bedarf zusätzlich zur eigentlichen Abdichtung.
  4. Mindestens zwei Lagen herstellen. Der nächste Auftrag darf die erste Lage nicht beschädigen. Bei W2.1-E und W3-E wird ebenfalls weber.sys 981 in die erste frische Lage eingebettet.
  5. Durchtrocknung abwarten. Prüfen Sie die Beschichtung vor der weiteren Belastung. Erst danach folgen die vorgesehene Schutzlage, gegebenenfalls Dämmplatten und das fachgerechte Verfüllen.

Quelle: Verarbeitung und Schutz, Merkblattseiten 2–3. Technisches Merkblatt 2K · Stand 28.07.2026


Vereinfachtes 2K-Ablaufschema. Grundierung und Verarbeitung nicht ungeprüft von D 24 übernehmen.

Verbrauch und Materialbedarf berechnen

Die folgende Tabelle nennt den Mindestverbrauch für die jeweilige Abdichtungsschicht. Untergrundausgleich und Kratzspachtelung sind darin nicht automatisch enthalten. Welche Zeile Ihr Bauwerk benötigt, legt die fachliche Beurteilung fest.

Verbrauch nach den aktuellen Produktmerkblättern; Detail- und Systemanforderungen bleiben zusätzlich maßgeblich.
WassereinwirkungD 24: Mindestverbrauch / Trockenschicht2K: Mindestverbrauch / Trockenschicht
W1-E: Bodenfeuchte, nicht drückendes Wasser3,3 kg/m² / mindestens 3 mm3,6 l/m² / mindestens 3 mm
W2.1-E: drückendes Wasser bis 3 m Eintauchtiefe4,3 kg/m² / mindestens 4 mm4,8 l/m² / mindestens 4 mm
W3-E: nicht drückendes Wasser auf erdüberschütteten Decken4,3 kg/m² / mindestens 4 mm4,8 l/m² / mindestens 4 mm
W4-E: Spritzwasser am Sockel; bei D 24 zusätzlich Kapillarwasser in/unter Wänden2,2 kg/m² / mindestens 2 mm3,6 l/m² / mindestens 3 mm

Quelle: Verbrauchstabellen. W4-E-Anwendungen der Produkte nicht über die gemeinsame Zeilenüberschrift hinaus gleichsetzen. Technisches Merkblatt D 24 · Stand 21.07.2026 · Technisches Merkblatt 2K · Stand 28.07.2026

Rechenbeispiel: 10 m Wandlänge × 2 m Höhe

Angenommen wird eine fiktive, durchgehend zu beschichtende Fläche von 10 m × 2 m = 20 m², ohne abzuziehende Öffnungen. Für das Beispiel ist W1-E mit mindestens 3 mm Trockenschicht bereits fachlich festgelegt. Diese Annahme ist keine Einstufung Ihres Kellers.

Beide Merkblätter nennen für Füll- und Kratzspachtelung sowie verarbeitungsbedingten Mehrbedarf ungefähr 1–1,5 je m² in der jeweiligen Produkteinheit. Wir setzen hier ausdrücklich den unteren Rechenwert von 1,0 kg/m² beziehungsweise 1,0 l/m² an. Anschließend ergänzen wir 10 % redaktionelle Planungsreserve; diese Reserve ist keine Weber-Vorgabe.

Redaktionelles Rechenbeispiel, keine allgemeine Bestellempfehlung.
RechenschrittD 24, 24 kg je GebindeSuperflex 2K, 30 l je Gebinde
Abdichtung allein20 × 3,3 = 66 kg20 × 3,6 = 72 l
Angenommener Zusatzbedarf20 × 1,0 = 20 kg20 × 1,0 = 20 l
Zwischensumme66 + 20 = 86 kg72 + 20 = 92 l
Mit 10 % Planungsreserve86 × 1,10 = 94,6 kg92 × 1,10 = 101,2 l
Auf ganze Gebinde aufrunden94,6 ÷ 24 → 4 Gebinde = 96 kg101,2 ÷ 30 → 4 Gebinde = 120 l

Die Reserve ersetzt keine realistische Untergrundaufnahme. Liegt der Zusatzbedarf statt bei 1,0 bei 1,5 je m², ergeben sich mit derselben 10-%-Reserve bereits 105,6 kg D 24, also fünf 24-kg-Gebinde. Für Superflex 2K ergeben sich 112,2 l, also weiterhin vier 30-l-Gebinde. Details, zusätzliche Flächen und Plattenverklebung sind nicht gesondert eingerechnet.


Fiktives Mengenbeispiel für 20 m². Die eingesetzte Schichtdicke und die ausgewiesenen Zuschläge sind Teil der Rechnung, keine pauschale Reichweitenzusage.

Für andere Flächen lautet das Prinzip: Fläche × (Mindestverbrauch + projektspezifischer Zusatzbedarf) × Reservefaktor; anschließend durch den Gebindeinhalt teilen und aufrunden. Ändern sich Wasserbeanspruchung oder Schichtdicke, muss die Rechnung mit dem passenden Verbrauch neu beginnen.

Quelle: Zusatzverbrauch: jeweiliger Abschnitt „Besonderheiten“. Fläche, Auswahl des Zuschlags und 10-%-Reserve sind redaktionelle Annahmen. Technisches Merkblatt D 24 · Stand 21.07.2026 · Technisches Merkblatt 2K · Stand 28.07.2026

Typische Fehler vermeiden und Trocknung prüfen

Nicht nur nach Zeit oder Materialmenge arbeiten

Ein leerer Eimer beweist keine gleichmäßige Schicht. Kontrollieren Sie die frische Auftragsdicke mit einem geeigneten Messmittel und dokumentieren Sie den Arbeitsfortschritt. Für die Durchtrocknung beschreibt Weber Referenzmuster, die unter vergleichbaren Bedingungen nahe der Abdichtung lagern und angeschnitten werden. Beschädigen Sie nicht zu Prüfzwecken unkontrolliert die fertige Bauwerksabdichtung.

Kälte und hohe Feuchtigkeit können den Ablauf verändern. Auch eine trockene Oberfläche ist nicht automatisch ein Nachweis der Durchtrocknung. Sorgen Sie für geeigneten Witterungsschutz und prüfen Sie die tatsächlich erreichte Beschaffenheit, bevor weitere Bauteile aufgebracht werden.

Quelle: Kontrollverfahren und Witterungseinfluss. Weber: Schichtdickenkontrolle und Durchtrocknungsprüfung · Weber: Abdichten bei Kälte und hoher Luftfeuchtigkeit

Schutz, Reinigung und Lagerung gehören zur Planung

Eine beliebige Noppenbahn ist nicht automatisch die richtige Schutzlage. Die Schutzkonstruktion muss zur Abdichtung und zur Belastung beim Verfüllen passen; Weber erläutert hierzu unter anderem die Aufgaben von Gleit- und Lastverteilungsschichten. Prüfen Sie den vorgesehenen Systemaufbau, statt ein einzelnes Rollenprodukt nach Aussehen auszuwählen.

Reinigen Sie Werkzeuge bei beiden Produkten im frischen Zustand mit Wasser. Für angetrocknetes Superflex 2K nennt dessen Merkblatt weber.sys 992. Die ungeöffneten Gebinde werden nach Herstellerangabe trocken, kühl, frostfrei, vor Sonne geschützt und im Innenbereich gelagert; genannt sind mindestens zwölf Monate. Beachten Sie Gebindekennzeichnung und aktuelle Dokumente, nicht nur diesen allgemeinen Zeitraum.

Quelle: Schutz und produktspezifische Nacharbeiten. Weber: Schutzlagen und Noppenbahnen · 19.08.2026 · Technisches Merkblatt D 24 · Stand 21.07.2026 · Technisches Merkblatt 2K · Stand 28.07.2026

Passende Produkte und weitere Hilfe bei Keuck

weber.tec Superflex D 24 · 24 kg

Bitumenfreie Reaktivabdichtung für die beschriebenen Keller-, Sockel- und Sanierungsanwendungen.

Produkt ansehen

weber.tec Superflex 2K · 30 l

Bitumenbasierte Dickbeschichtung für die beschriebenen erdberührten Bauteile.

Produkt ansehen

Aktuelle Preise, Gebindeinformationen und Verfügbarkeit finden Sie auf den Produktseiten. Weitere Orientierung bietet die Keuck-Kategorie Keller. Bei einem akuten, örtlichen Wassereinbruch lesen Sie ergänzend den Ratgeber zu weber.tec 935. Das Stoppen einer einzelnen Leckstelle ist eine andere Aufgabe als die hier behandelte Flächenabdichtung; daraus folgt keine pauschale Freigabe zur Kombination aller genannten Materialien.

Häufige Fragen zu Superflex D 24 und Superflex 2K

Ist nur Superflex 2K zweikomponentig?

Nein. Auch D 24 hat zwei Komponenten. Der wesentliche Unterschied liegt hier in der Materialfamilie: reaktive, bitumenfreie Beschichtung gegenüber bitumenbasierter PMBC.

Braucht D 24 auf mineralischem Untergrund eine Grundierung?

Ja, der hier zugrunde gelegte aktuelle Standardablauf sieht weber.prim 900 vor. Eine pauschale Empfehlung, den Voranstrich wegzulassen, entspricht diesem Merkblatt nicht. Sonderuntergründe sind gesondert zu beurteilen.

Welches Produkt trocknet schneller?

Die Herstellerangaben nennen für D 24 deutlich kürzere Zeiten. Die Prüfbedingungen unterscheiden sich jedoch. Für das konkrete Projekt zählen geeignete Arbeitsbedingungen und die Kontrolle der Durchtrocknung – keine aus Tabellenwerten abgeleitete Stundengarantie.

Reicht ein Gebinde für eine feste Quadratmeterzahl?

Nein. Die nötige Trockenschicht, die Wasserbeanspruchung und der vorbereitende Materialauftrag verändern den Bedarf. Das Beispiel oben zeigt außerdem, warum auf ganze Gebinde aufgerundet werden muss.

Kann ich beide Produkte miteinander mischen?

Für ein Mischen der beiden Produkte wurde in den ausgewerteten Unterlagen keine Freigabe gefunden. Verwenden Sie ausschließlich die zueinander gehörenden Komponenten und den vorgesehenen Aufbau.

Darf ich nach Erreichen der Regenfestigkeit verfüllen?

Nein. Regenfestigkeit und ausreichende Durchtrocknung sind unterschiedliche Zustände. Beachten Sie die Herstelleranforderungen zur Abbindung, Durchtrocknung und Schutzkonstruktion.

Eignet sich der Vergleich auch als Anleitung für drückendes Wasser?

Die W2.1-E-Verbrauchswerte dienen der Einordnung, ersetzen aber keine Planung. Bei drückendem Wasser, unbekannten Altaufbauten, Fugen und Durchdringungen ist eine objektspezifische Fachbeurteilung erforderlich.

Quelle: Die Antworten beziehen sich auf die zuvor erläuterten Anwendungen und die aktuellen Merkblätter. Technisches Merkblatt D 24 · Stand 21.07.2026 · Technisches Merkblatt 2K · Stand 28.07.2026 · Weber: Schichtdickenkontrolle und Durchtrocknungsprüfung

Fazit: Aufbau festlegen, dann das Gebinde auswählen

D 24 ist besonders dann näher zu prüfen, wenn ein bitumenfreier Aufbau, kurze Trocknungszeiten oder passende Sockel- und Sanierungsdetails wichtig sind. Superflex 2K bleibt eine zu prüfende Option für die beschriebenen bitumenbasierten Abdichtungsaufgaben mit längerem Verarbeitungsfenster. Erstellen Sie zuerst die technische Aufgabenbeschreibung und danach Ihre Einkaufsliste.

Technische Quellen und Prüfstand

Quellenprüfung: 15.09.2026. Grundlage sind die deutschen Herstellerunterlagen und die verlinkten Keuck-Produktseiten. Es handelt sich um einen recherchierten Vergleich, nicht um einen eigenen Produkttest. Die datierten Merkblätter stammen vom 21.07.2026 beziehungsweise 28.07.2026; das Abrufdatum ist nicht ihr Veröffentlichungsdatum.

Dieser Ratgeber ersetzt weder die aktuellen technischen und Sicherheitsdatenblätter noch die objektspezifische Abdichtungs- und Tragwerksplanung. Prüfen Sie vor der Ausführung, ob neuere Unterlagen oder abweichende Anforderungen für Ihr Bauvorhaben gelten.